Ein ganz besonders wert(h)volles Team: Ramona und ihr Müsli  

Das Therapieteam Müsli und Ramona
Das Therapieteam Müsli und Ramona

 

 

Ramona bekam den glatthaarigen Elo®-Rüden Jerbas von Werths Echte bereits als Welpen von uns. Das ist inzwischen fast drei Jahre her. 

Wir haben Ramona schon vor dem Wurf kennengelernt. Sie ist stark sehbehindert und hatte gewisse Vorstellungen für die gemeinsame Zukunft. 

Ich habe die Welpen sehr genau beobachtet und eine Vorauswahl getroffen. Welche(r) Welpe(n) wohl für ihre besondere Situation geeignet sein könnte. Beim ersten Treffen von Ramona mit den Welpen hier in der Zuchtstätte war schnell klar: Jerbas sollte es werden. Einige weitere Besuche in der Elo®-Zuchtstätte von Werths Echte bestätigten die beginnende Beziehung der beiden. 

Kurz nach seinem Einzug erhielt er seinen Rufnamen „Müsli“ und wurde von Ramona zu einem entspannten, alltagstauglichen Familienhund erzogen. 

 

Dabei geholfen hat ihr auch das Buch "Wege zum Familienhund" von Simone Werth-Wagner. Denn die eigentliche Ausbildung beginnt erst, wenn der Hund erwachsen ist. Das erste Jahr ist das Fundament, um so eine Aufgabe gerne und zuverlässig auszuführen. Von Anfang an durfte Müsli sein Frauchen zu ihrer Arbeitsstelle begleiten.

Mit dem Bus in die Arbeit - das wird gleich für die Sozialisierung genutzt
Mit dem Bus in die Arbeit - das wird gleich für die Sozialisierung genutzt

Ramona arbeitet als Physiotherapeutin im Blindeninstitut Würzburg, einer Einrichtung für Menschen mit Sehbehinderung und mehrfachen Beeinträchtigungen.

 

Sie ist selbst in dieser Einrichtung groß geworden und freut sich sehr, nun selbst dort - als wichtiges Teil der komplexen Unterstützung - agieren zu können. 

 

So konnte sich Müsli schon früh an die Einrichtung, die Klienten, die Geräuschkulisse, Hilfsmittel und den Tagessablauf gewöhnen. 

 



 

Im Frühjahr diesen Jahres war es dann soweit: Die letzten drei Prüfungen auf dem Weg zum anerkannten Therapiehund-Team standen an.

 

Ramona sagte:

„Es war eine spannende Reise mit Höhen und Tiefen, doch nun haben wir es geschafft und dürfen uns offiziell Therapiehunde-Team des DBTB e.V. – Deutscher Berufsverband für Therapie- und Behindertenbegleithunde – nennen."

 

Dazu sagen auch wir “Herzlichen Glückwunsch!" und sind unglaublich stolz auf Ramona und Müsli.

 

Heute wird Müsli im Blindeninstitut Würzburg bei schwerst mehrfach beeinträchtigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt. Während der physiotherapeutischen Behandlungen hilft er dabei, Menschen zu entspannen, zu motivieren oder einfach Nähe und Geborgenheit zu vermitteln.

 

Besonders spannend finden wir aber noch einen anderen Aspekt ihrer Zusammenarbeit:

 

Viele der Klientinnen und Klienten können nicht verbal kommunizieren. Gleichzeitig kann Ramona aufgrund ihrer starken Sehbehinderung die Mimik ihrer Klientinnen und Klienten nur eingeschränkt wahrnehmen. Müsli reagiert jedoch sehr fein auf Stimmungen und Verhaltensänderungen. Sein Verhalten gibt Ramona wichtige Hinweise darauf, wie sich ihre Klienten gerade fühlen.

Damit unterstützt er nicht nur die Klientinnen und Klienten, sondern auch seine Besitzerin bei ihrer täglichen Arbeit.

 

 

 

Die fundierte Ausbildung zum Therapiehund-Team beim DBTB e.V. ist mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Den größten Teil der Ausbildungskosten hat Ramona selbst getragen.

 

Als der Malerbetrieb Riegel im Rahmen einer Spendenaktion ein unterstützenswertes Projekt suchte, wurden Ramona und Müsli vorgeschlagen. Tatsächlich erhielten die beiden eine größere Spende zur Unterstützung der Ausbildungskosten.

Was für eine wunderbare Anerkennung für das Engagement von Ramona und die Leistungen von Müsli.

Wir wünschen den beiden viele schöne Jahre als Therapiehund-Team, bleiben natürlich in Verbindung und freuen uns sehr, dass wieder ein Elo® Menschen helfen darf.

 

 

Müsli ist bereits der zweite Therapiehund aus unserer Zucht, der im Blindeninstitut Würzburg tätig ist. Seit einigen Jahren arbeitet dort auch der rauhaarige Groß-Elo® Giacomo von Werths Echte, genannt „Yoshi“ - zusammen mit seinem Frauchen - mit viel Freude und zur Freude der kleinen und großen Klienten als Therapiehund.

Fotos: Ramona T. und Simone Wagner