O-Wurf vom 28.05.2026
Die Eltern sind:
Imea von Werths Echte,
Groß-Elo-Hündin Rauhaar,
48 cm
Dix aus der Villa Rustica,
genannt Louie,
Groß-Elo-Rüde Glatthaar,
52 cm
Eigentlich wollten wir beim ersten Treffen nur spazieren gehen. Aber, es hat tatsächlich gleich gefunkt und sie sind ein echt harmonisches Pärchen.
Da Louie nicht weit entfernt von uns wohnt, haben wir uns zwei Tage später noch einmal bei uns getroffen. Sie waren schnell bei der Sache und konnten danach noch mit den anderen Elos klönen. Zwischen Vebeto und Louie gab es keinerlei Probleme.
Imea hat auch dieses Mal wieder ein kleines Kugelbäuchlein - irgendwie erinnert sie mich dann an einen Giotto-Keks.
Am Abend vorher hatten wir schon eine große Hechelei. Da öffnet sich der Muttermund und die Geburt wird praktisch vorbereitet. Bei manchen Hündinnen bekommt man kaum etwas davon mit, andere teilen einem das langanhaltend mit. Ich war die ganze Nacht mit Imea wach, sie bestand drauf, dass es jeden Moment losgeht.
Pustekuchen.
Ich weiß gar nicht, wie oft sie raus in den Garten wollte, um sich zu lösen. Ja und dann hat sie sich tatsächlich so kurz nach 5 Uhr entschieden, die erste Wehe zu bekommen. Und um 5.36 Uhr ein kurzer Schrei und der war der erste Welpe da. Weiss. Mit je einem Tupfen auf jedem Ohr. In aller Seelenruhe machte sich Imea an die Arbeit. Nabelschnur ab, die Nachgeburt einverleibt und trockengeleckt. Sofort machte sich der Welpe an die Milchbar.
Erst eine Stunde später kam das Gegenteil auf die Welt. Sehr dunkel, etwas weiss. Dann kamen 3 Welpen sehr schnell aufeinander, mit nur 20 Minuten Unterschied. Bisher war nur ein Mädchen dabei.
Dann war über eine Stunde Pause bis zu Nr. 6. Ein Bub und eine Stunde später kam ein Mädchen. Imea machte sich eine bewusste Pause von 2 Stunden, das war dann Nummer 8.
Okay. Der Ultraschall sagte, 8+1. Es kann noch was kommen, muss aber nicht. Imea war sehr entspannt, ich war mir nicht sicher und habe noch etwas mit ihr abgewartet. Jaaaa, und dann setzten wieder die Wehen ein. Um 23.40 Uhr kam noch ein Rüde.
Ja, soweit - bis auf einmal etwas Fruchtwasser im Maul, was wir aber relativ schnell in Griff hatten - ging das recht gut. Ich habe dann noch zwei Stunden mit Imea gewartet, dann war uns beiden eigentlich klar, das wars. 8+1, wie prophezeit. Ich habe die Wurfkiste sauber gemacht, eine frische Decke reingelegt und die Kleinen kurz sortiert, während Imea ne Runde im Garten drehte. Dann hat sie 1 Liter Wasser getrunken, viiiiel gefressen und legte sich zufrieden zu ihren Kinderleins.
Ich bin dann ins Wohnzimmer, habe mich sortiert und geguckt, ob alle weiteren Hunde eine gute Zeit hatten, habe was gegessen und bin nochmal ins Zimmer, weil ich die aufgeschriebenen Wurfdaten holen wollte.
Ja - und tatsächlich hatte Imea nochmal Wehen. Um 16 Uhr kam dann wirklich noch ein Welpe! Er hatte auch etwas Fruchtwasser geschluckt, habe es etwas ausgeleitet und ihn fest gerubbelt. Na hoffentlich findet da jetzt jeder eine Zitze.
Nun sind es tatsächlich 7 Jungs und 3 Mädchen. Jetzt müssen wir noch ein paar Tage hoffen, dass es auch alle schaffen. Leider kann es in den ersten Tagen immer mal sein, dass ein Welpe nicht leben darf.
Die Gewichte sind tatsächlich etwas unterschiedlich. Der leichteste Welpe hatte 265 Gramm. Der Schwerste wog 390 Gramm - ob der wohl Richtung Opa Vebeto gehen möchte?
Tja - und es sind ein wenig weniger Mädchen geworden, als bestellt 🤷🏼♀️. Und der Felltyp ist ja eh noch nicht klar. So harren wir mal der Zeit, die da kommt in den nächsten Wochen und es wird - wie immer - jeder Topf seinen Deckel finden.
Tag 4 im Leben der O-chens
Wenn die Wurfkiste sauber gemacht wird, geht es ab in den Wäschekorb
Ende der ersten Woche
Sie wachsen sehr schnell. Alle sind wohlauf, nehmen gut zu. Ein wenig Gedränge ist an der Milchbar, aber ich muss bisher keinem helfen, eine freie Zitze zu finden.
Zwischendurch bleibt Imea beim Säugen sitzen. Das hat ihre Oma Quamie auch so früh schon gemacht.
Die Werths Echten haben seit Beginn ihrer Zucht immer wieder bei Geburt auch weiße Welpen dabei. In diesem Wurf ist Odie unser Schneeweißchen.
Die Hörzellen im Innenohr benötigen bestimmte Pigmentzellen für ihre normale Entwicklung. Fehlen diese Zellen, können die Hörzellen nach der Geburt absterben. Die Folge ist eine angeborene Taubheit.
Daher ist es wichtig, dass die Nase und auch die Ohren Pigmente bekommen.
Mit zunehmendem Alter treten häufig zusätzliche Pigmentflecken auf, sodass die Hunde oft nicht dauerhaft so weiß bleiben, wie bei der Geburt.
Imea war als Welpe am Kopf wesentlich dunkler - gerade der rauhaarige Elo kann in seinen ersten Jahren aufhellen, wird meist später wieder farbiger.
Finde den Fehler 😎
Ich finde den ganzen Wurf ungewöhnlich aktiv. Vielleicht liegt es aber nur daran, dass der Chibietzu-Wurf ein paar Wochen älter ist und wieder extremst "bewegungsarm" war 😆, immerhin bis zur 5. Lebenswoche.
Es ist kein Welpe dabei, der etwas Unterstützung braucht - jeder bekommt genügend Milch ab und findet auch eine Zitze. Imea macht alles super. Sie frisst wie ein Scheunendrescher - muss ja schließlich noch 10 Tage für die Hauptmahlzeit genügend Vorrat produzieren. Die Augen sind noch nicht geöffnet - die O-chens legen ihre Hauptaufgabe ins Wachsen.
Tag 18 im Leben der O-chens
Und, jetzt sind die Augen geöffnet. Nicht hier, da schlafen sie. Aber auf den Einzelseiten kann man es sehen. Ich finde diesen Moment immer sehr besonders. Sie sehen noch kaum was, hell und dunkel können sie jetzt unterscheiden. Das wird aber jede Woche besser.
Die dritte Lebenswoche
Etwas im Verzug, es gab aber auch nix Neues. Wir hatten Chibietzu+Poo-Besuch und es ist sehr heiß draußen.
Ende der dritten Lebenswoche war der erste Fütterungsversuch. Imea hatte und hat genügend Milch, trotzdem möchten wir langsam unterstützen. Ratzeputz haben sie auch alles verspeist. Prima.
Leider gibt es erst in ein paar Tagen Fotos vom ersten Freigehege. Bitte noch ein wenig gedulden. Es ist so heiß draußen, dass die Welpen lieber im Kühlen bleiben. Da das Zimmer abgedunkelt ist, um es kühl zu halten, ist Fotografieren etwas schwierig.
Da die Welpen sich jetzt - okay, mehr oder weniger - bewegen, nehmen sie nicht mehr so schnell zu. Und, auch etwas, was die Würfe mit Rauhaar und Glatthaar betrifft: in diesem Alter sehen mehr rauhaarig(er) aus. Ich finde gerade, dass außer Oviano alle etwas Richtung Rauhaar gehen. Das wird aber nicht so sein. Bald sieht man den Unterschied wieder deutlicher.
Die vierte Lebenswoche
Es gibt nochmal Fütterungsfotos.
Warum? Weil sie noch nicht lange danach wach sind, die Hitze sie viel schlafen lässt und die - weil sie da alles geben. Von oben, quer, drunter und drüber. Bald fressen sie nämlich ordentlich, die ersten Tage beim Fressen
finde ich immer recht lustig. Somit sind so einige Welpen noch von der Futterexpedition gezeichnet 😅.
Die Welpen laufen zunehmend sicherer.
Sie spielen aktiver miteinander.
Das Interesse an der Umgebung nimmt deutlich zu. Die Sinnesorgane funktionieren nun weitgehend.
Die nächsten Tage sind sie noch in einem kleineren Gehege. Sie sollen erst einmal sich selbst, ihre Geschwister, die Außengeräusche wahrnehmen. Und, es sind kurze Wege. Es fällt den Welpen leichter, bereits aus dem Zimmer nach draußen zu laufen, um sich in kürzester Zeit nur noch draußen zu lösen.
Erste individuelle Wesenszüge werden jetzt sichtbar. Neugierde, Menschenbezogenheit,
Gelassenheit, Aktivität, Sozialverhalten, Stressverhalten, Offenheit, Denk- und Lernverhalten, Frustrationstoleranz.
Allerdings ändern sich manche Welpen noch erstaunlich stark. Denn, es kommen noch zwei "Unsicherheitsphasen" im Leben eines Welpen beim Züchter. Die dauern jeweils ein paar Tage und können bei jedem Welpen etwas anders aussehen. Danach machen sie einen Schub und entwickeln sich weiter.
Damit wir auch schauen können, wie Welpe und Familie später zusammenpassen. Manche Familien brauchen ein spezielles Wesen, andere können mit jedem gut. Ein Kita-Hund braucht andere Eigenschaften, als ein Hund, der in der Erwachsenenpsychologie eingesetzt werden soll. In manchen Familien ist es laut, anderswo braucht man Ruhe.
Daher ist es immer gut, wenn der Züchter die Familien schon kennengelernt hat und jetzt schon überlegen kann, welche Teams gut zusammenpassen. Auch dieses Mal brauchen wir einen Welpen, der später eine bestimmte Assistenzhundeaufgabe bekommen soll. Das wird nicht unbedingt der aktivste, und auch nicht der schlaueste Welpe sein.
Die O-chens werden zusehends sicherer. Durch die zur Zeit heißeste Hitzewelle in Deutschland ever, ist der Tag überwiegend chillig. Nur kurz wird sich bewegt zum aufs Klo gehen und füttern. Am Abend dann ist etwas mehr Action, es hält sich aber trotzdem in Grenzen.
Kein Gequängel, kein Mißmut. Der komplette Wurf ist sehr entspannt.
Ein paar Tage noch, dann ziehen sie um in das Freigehege XXL.
Die fünfte Lebenswoche
Alles, was die Welpen jetzt in ruhiger und positiver Atmosphäre kennenlernen, legt einen wichtigen Grundstein für ein sicheres und ausgeglichenes Wesen im späteren Leben.
Das klappt aber nur, wenn auch in der neuen Familie genug Basiswissen vorhanden ist und nicht aus Unwissenheit falsch gehandelt wird.
Die erste Fremdelphase ist bei fast allen schon durch, wenn der letzte damit fertig ist, geht es ab ins große Gehege.
Meist fotografiere ich nach der Fütterung, daher ist so manch einer noch etwas eingesaut🐽.
Die kurzen Wege vom Zimmer in das Gehege haben wieder gezeigt, wie schnell sie instinktiv nach draußen gehen, um sich zu lösen.
Es gibt hier drei verschiedene Untergründe und es kommt immer mal jemand vorbei.
Lediglich ein Laufsteg kommt hinzu, mit dem sie sich ausgiebig beschäftigen.
Das nächste Highlight sind die Ponys. Die kommen oft extra nah an das Gehege, weil sie neugierig sind.
Die sechste Lebenswoche
Die Welpen sind ins große Freigehege mit anschließendem Welpenzimmer umgezogen.
Unsere Einstreu - Miscanthus-Pellets hat sich dieses Mal etwas angestellt. Durch die große Hitze hat sich das Material nicht genügend verdichtet nach dem Wässern. So sind die Welpen etwas krümeliger, als sonst. Vorteil ist, dass die Häufchen sehr schnell paniert sind und die Fliegen keine Chance haben😆.
Sie haben das neue Gehege recht zügig in Beschlag genommen. Sehr schnell haben sie gecheckt, wie das so läuft in der Außenwelt.
Die einzelnen Charaktere sind immer besser zu beobachten. Die Besuchszeit der Familien beginnt in den nächsten Tagen. Es wird spannend für alle Beteiligten.
Die Entdeckungen schreiten weiter voran. Sie lernen auch die drei Chibietzus kennen, die meist gemeinsam in unserer "Steppe" spielen.
Wir gießen nur die Büsche, das Gras wird wieder grün - sofern es mal wieder regnen sollte.
Die siebte Lebenswoche
Was für eine spannende Zeit.
Die Welpen verwandeln sich rasant von tapsigen Babys in kleine, eigenständige Persönlichkeiten. Ihr Entdeckungsdrang ist kaum noch zu bremsen, und das Gehirn läuft auf Hochtouren.
Die Besuche werden mehr, neugierig nehmen die kleinen Kontakt auf. Jeder Welpe hat seine eigene Persönlichkeit.
Ein paar der Welpen streben mit ihren Familien zusammen einen späteren Job in der tiergestützten Therapie an.
Und der Assistenzhundetrainer hat einige Welpen getestet und für eine Klientin zusammen mit der Familie einen Welpen ausgewählt. Er bekommt eine besondere Aufgabe, wir verfolgen gespannt den weiteren Weg, die Ausbildung beginnt ja erst mit einem Jahr.
Die zwei Wochen älteren Chibietzu+Poos Merlot, Bianco und Rosada dürfen die Elo-Welpen ab jetzt unter Aufsicht besuchen. Das hat sehr gut geklappt und war für jeden ein kleines Abenteuer.
